
Der Begriff Chromatographie umfasst eine Vielzahl physikalisch-chemischer Trennverfahren, bei denen die zu trennenden Substanzen zwischen einer stationären und einer mobilen Phase verteilt werden. Grundsätzlich unterscheidet man nach dem Aggregatzustand der mobilen Phase zwischen Gas-, Flüssigkeits- und überkritischen Fluid-Chromatographie.
Den chromatographischen Prozessen liegen verschiedene Trennmechanismus zugrunde,
die wichtigsten sind die Adsorption, Verteilung, Ionenaustausch und
Molekülausschluss. Je nach Ausführungsform spricht man von Säulen- oder
Planar-Chromatographie.
Als Entdecker der Chromatographie wird der russischen Botaniker Mikhail Tswett
(1852-1919) genannt. 1903 gelang es ihm als ersten, Pflanzenfarbstoffe an
unterschiedlichen Adsorbentien zu trennen und diesen Prozess zu beschreiben.
Die Chromatographie wird vorwiegend als analytische Methode zur Identifizierung
und Quantifizierung von Stoffen und Stoffgemischen sowie präparativ zur Reinigung
und Isolierung größerer Mengen eines Stoffes eingesetzt.
Moderne Kopplungstechniken mit spektroskopischen Methoden (z. B. NMR, UV, ICP OES, MS)
und mit Methoden der Lichtstreuung erweitern heute das Spektrum der
Einsatzmöglichkeiten.
